„ Die Nutrias stellen kein Gesundheitsrisiko dar,wie tief gehende Untersuchungen von Instituten für Veterinärepidemiologie zeigen.Diese haben eine sehr niedrige positive Rate und Form von Leptospirose festgestellt, die aber vergleichbar mit denen der anderen Wildtiere sind, die sich hier befinden. ” ( S.Venturini )
" Nutrias übertragen keine Leptospirose,
- Untersuchungen von Tierärzten, Biologen und Institute für Veterinärepidemiologie belegen es."
Artikel von Dr. Samuele Venturini bzgl. Nutrias und Übertragung von Leptospirose
Weiterer Artikel bzgl. Nutrias und Leptospirose
( von Samuele Venturini / 2009 )
- Leptospirose e Nutrie: Un´Analisi critica, biologica e scientifica -
Leptospirose und Nutrias:
Eine kritische, biologische und wissenschaftliche Analayse
http://nutria-myocastor.blogspot.de/2009/03/leptospirosi-e-nutrie-un-critica.html
The presence of Leptospira in coypus (Myocastor coypus) and rats (Rattus norvegicus) living in a protected wetland in Tuscany (Italy) (FRATINI, F., B. TURCHI, V. V. EBANI, F. BERTELLONI, A. GALIERO, D. CERRI) 2015
Department of Veterinary Sciences, University of Pisa, Viale delle Piagge, Pisa, Italy
„The present research seems to confirm the minor zooepidemiological role of coypus in the study area; these data are in agreement with two previous studies carried out in Italy
(FARINA and ANDREANI, 1964; FARINA and ANDREANI, 1970).“
Zitat
„ Auswirkungen auf menschliche Gesundheit
keine bekannt ”
Nein, hier ist anzunehmen, das der Verfasser bei der Recherche die Nutrias mit dem Bisam verwechselt haben ( Biberratte mit Bisamratte ).
Nutrias stellen lediglich einen Fehlwirt ( wie der Mensch ) für den Fuchsbandwurm dar, können ihn aber nicht weitergeben bzw. ausscheiden.
"Untersuchungen in Deutschland, dass die Nutria ein weiterer Wirt für den Fuchsbandwurm darstellen könnte, zeigten dafür keine Bestätigung. Hingegen war der Befall beim Bisam signifikant höher. Dies lässt sich möglicherweise systematisch erklären, da die Nutria zur Familie der Myocastoridae zählt und der Bisam zu den Arvicolidae, die in Europa die Hauptgruppe der Zwischenwirte von Echinoccocus multilocularis darstellen. (HARTEL ET AL. 2004)."
Quelle:
Daniel Scheide / Ökologie,Verbreitung, Schäden und Management von "Myocastor coypus" in Deutschland im internationalen Vergleich / 2012
Wie man leider immer wieder feststellen muss, kommt es immer wieder zu Verwechslungen zwischen den aus Südamerika stammenden Nutrias (Myocastor coypus ) und dem aus Nordamerika stammenden Bisam ( ondatra zibethicus ).
Nicht nur bei Grabungen an Ufern, Aussagen über Fressgewohnheiten, Verwechslungen bei der reellen Bejagungen, in Broschüren oder Behörden, Medien, sondern eben auch in punkto Krankheiten.
Es handelt sich ganz klar und eindeutig um zwei verschiedene Tierarten.
Nutrias sind eine eigenständige Arten, bzw von manchen zu den Stachelratten eingeordnet ( Gruppe der Stachelschweine ), während der Bisam zu den Wühlmäusen gehört.
Auch wenn sie sich optisch ähneln, haben sie eine teils andere Biologie und Lebensweise. Beispiel Nutrias sind Nestflüchter, Bisam Nesthocker.
Studien die z.B. zwei unterschiedliche Tierarten wie Nutria und Bisam „in einen Topf werfen”, sind als sehr problematisch anzusehen, denn aus wissenschaftlicher Sicht und Arbeitsweise muss man
sie getrennt betrachten.
Eine Vermischung der Daten ( Nutria/Bisam ) oder Forschungsergebnisse kann zu falschen Schlussfolgerungen führen – auch bei der Bewertung von
Gesundheitsrisiken und Krankheitsübertragungen.
Mir persönlich sind solche Studien, die Nutria und Bisam „vermischen” allerdings auch nur aus Deutschland bekannt.
Es scheint, als hätte man hier nach wie vor besondere Probleme zu differenzieren.
Was eben sehr schade und auch auch nicht zielführend ist, wenn man wirklich Erkenntnisse gewinnen und wissenschaftlich bewerten möchte.