Die 10 Geheimnisse der Nutrias ...

Nutria im Gegenlicht

Die 10 Geheimnisse der Nutrias ... vielleicht sind es auch mehr ...

Die orangefarbenen Zähne

Auffällig und charakteristisch für die Nutrias sind die orangefarbenen Zähne.
Diese entstehen im Erwachsenenalter durch Eisenablagerungen, die den Zahnschmelz
und somit die Zähne härter machen.
So kann man anhand der Farbe sowohl das Alter, die Geschlechtsreife,
als auch den Gesundheitszustand bestimmen.
Bei Neugeborenen sind sie hellgelb, im Wachstum dunkelgelb und wenn die Geschlechtsreife erreicht ist, färben sie sich leuchtend orange bis hellrot.
Bei alten und kranken Tieren werden sie dann wieder gelb.

Die Entenfüsse

An den Füßen befinden sich 5 Zehen, an deren Ende sich jeweils eine Kralle befindet. Charakteristisch für ihre Füße sind die Schwimmhäute zwischen den Zehen,
vom 1. bis zum 4. Zeh. Der 5. Zeh ist dagegen ist frei.
Diese Eigenart erleichtert ihnen u.a. das Heraufklettern von Uferböschungen und die Fellpflege.

Die Hände

Die vorderen Pfoten bestehen aus 5 Zehen versehen mit Krallen. 
Sie zeigen unterhalb der Krallen hellere Haare, üblicherweise weiß. 
Sie werden sehr geschickt praktisch wie Hände benutzt, z.B. zum Abpflücken von Pflanzenteilen, zur Fellpflege und zum Flechten ihrer Schilfnester.

Die Schnurrhaare

Die Nutrias haben sehr viele lange und leuchtend weiße Schnurr- bzw. Tasthaare.
Dafür können sie aber schlechter sehen.

Die Zitzen

Eine besondere Anpassung an das Wasser stellen die Zitzen der Mutter dar. 
Diese ( 4 - 5 Paar ) liegen so hoch an den Flanken, beiderseits des Rückgrats,
 damit die Jungen auch säugen können, während ihre  Mutter im schützenden Wasser schwimmt.

Die Farben

Bedingt durch die Pelztierzucht, gibt es bei den Nutrias verschiedene Farben.
Diese reichen von weiß über beige, grau, braun bis tief schwarz.
 Gescheckte Nutrias sind eher sehr selten.

Die Putzorgien

Sehr häufig kann man beobachten, wie sich die Nutrias ausgiebig und scheinbar ungeniert putzen. Sie reiben sich dabei mit einem fettigem Sekret aus Wangen-und Afterdrüsen ihr Fell ein.
Dadurch ist ihre Haut auch bei Tauchgängen von bis zu fünf Minuten im Wasser geschützt.
Auch das dichte Bauchfell wird intensiv durchgekämmt und aufgelockert,
um so ein schützendes Luftpolster zu erhalten.

Die Nase

Die Nase der Nutrias erinnert auf den ersten Blick fast an die eines Schweinchens.
Sie können die Nasenlöcher mit einer Nüsternklappe abdecken
und mit der nagetiertypisch gespaltenen Oberlippe den Mund
hinter den mächtigen Vorderzähnen beim Tauchen verschließen.

Das lautstarke Protestieren

Die Nutrias haben die Eigenart , daß sie , wenn sie sich belästigt fühlen,
z.B. wenn ihnen jemand das Futter wegnehmen will, in der Regel immer nur meckern,
immer mehr und mehr und lauter und lauter.

Der Name

  Ein Tier, soviele Namen...
Der wissenschaftliche Name ist MYOCASTOR COYPUS.
Die geläufigen Bezeichnungen dagegen vielfältig, meist nennt man sie Nutrias
( also in der Einzahl ein Nutria oder das Nutria, aber auch die Nutria ) .
Obwohl Nutria eigentlich die spanische Bezeichnung für Fischotter ist, somit auch nicht korrekt.
Biberratte passt auch nicht, da es weder Biber noch Ratten sind,
und schon garnicht eine Kreuzung zwischen beiden.
Sumpfbiber passt demnach auch nicht.Wasserratte ist auch komplett falsch
und Bisamratte ein ganz anderes Tier.
Man könnte noch eher südamerikanischer Biber sagen.
 
Das " Problem" ist, die Nutrias, also Myocastor coypus, sind eine ganz eigenständige,
also für sich stehende Art.
Halt etwas ganz besonderes, etwas was man nie so wirklich einordnen kann. ;)
 
Nutria Footprint