Gewässerrandstreifen

Nutria am Ufer

"Die Anlage von Uferrandstreifen hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem wichtigen Instrument des kooperativen Gewässerschutzes mit der Landwirtschaft entwickelt.

Die Anlage von ausreichend breiten und möglichst dauerhaft begrünten Uferrandstreifen trägt dazu bei, diffuse Einträge von Nährstoffen, Pflanzenschutz- mitteln und Feinsediment in die Oberflächengewässer zu minimieren.

Die Uferrandstreifen bilden einen Puffer zwischen landwirtschaftlich genutzten Flächen und Gewässern, die Beeinträchtigung der Gewässer auch gegenüber den Folgen des Klimawandels wird gemildert.

Darüber hinaus werden durch Uferrandstreifen Biotope besser miteinander vernetzt. Maßnahmen zur Bereitstellung und Entwicklung von Uferrandstreifen müssen daher ausgeweitet werden. 

 

Aktuell werden in Nordrhein-Westfalen rund 2.000 km Uferrandstreifen im Rahmen von Agrarumweltmaßnahmen gefördert. Über Flurbereinigungsmaßnahmen sind viele Uferrandstreifen geschaffen und zum Teil auch erworben worden, die teilweise der natürlichen Gewässerdynamik unterliegen."

 


Quelle :

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) 

Biodiversitätsstrategie NRW (2015)


18.3.2016

Auch neuste Studien belegen es

In die Natur zu investieren lohnt sich

Immer wieder beklagt man sich über Schäden an den Ufern, sehr oft auch Landwirte, die von "spektakulären" Einbrüchen ihrer Traktoren berichten. Oft wird dies dann als Argument gegen die Nutrias aufgeführt.
Dabei hätte man diese und andere Probleme nicht, wenn man sich an den eigentlich verlangten Gewässerrandstreifen von mindestens 5 Metern halten würde, so wie es das Wasserschutzgesetz vorsieht. Hier werden aber leider viel zu oft Ausnahmen gemacht, gewollt oder ungewollt.
Dieser Gewässerrandstreifen hat aber einen enormen Nutzen für die Natur, aber auch für den Menschen.
Zu diesem Ergebnis kam auch die TEEB-Studie 

Zitat: "Einen Gewässerrandstreifen nicht landwirtschaftlich zu nutzen, sondern ihn der Natur zu überlassen, ist gesellschaftlich gesehen eine hervorragende Investition: Allein der Nutzen für die Wasserqualität in Bächen und Flüssen, für Meeresschutz, Fischfang  und die biologische Vielfalt ist fast doppelt so groß wie die aufgewendeten Kosten (Faktor 1,8)."

https://www.idiv.de/de/news/newsarticle/its-worth.html )


Und wieder bestätigt sich, würde man diese " Pufferzonen" überall durchsetzen, hätte man viele Probleme auf einen Schlag gelöst bzw. doch sehr minimiert.




fehlender Randstreifen an der Issel
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